Temporär oder dauerhaft?

Viele meiner Schüler, die im Kontext der Fluchtmigration nach Leipzig gekommen sind, artikulieren oft die Meinung, dass sie sich nur temporär in Deutschland aufhalten. Sie wollen und können nach ein paar Jahren nach Syrien zurückkehren. Aus diesen Überlegungen heraus entscheiden sich viele von ihnen bewusst für bestimmte Freundschaften, Freizeitaktivitäten und Lernziele, die von dieser Vorstellung von Temporarität durchdrungen ist. Meine pädagogische Praxis auf der anderen Seite beruht implizit und explizit auf der Annahme, dass die SchülerInnen für einen dauerhaften Aufenthalt im Aufnahmekontext vorbereitet werden sollten. Wie thematisieren Sie dieses Thema mit den Schülern und wie gehen sie auf Kommentare wie „Ich bin hier nur ein Gast, der bald wieder geht.“ ein?

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